Der Blick zum Ursprung

Ganz stark bewusst wurde mir, dass die meisten Menschen keinen Zugang zu ihrem Ursprung haben, als ich mein Kind gebar.
Ich erhielt so viele gutgemeinte Ratschläge, die sich für mich überhaupt nicht richtig anfühlten, sie fühlten sich eher an wie (Rat-)SCHLÄGE und entsprachen nicht meinem Gefühl / Intuition.
Ich stellte fest, dass diese Menschen gar nicht wussten welchem Jungtyp ihrer Gattung sie angehören. Ich trug mein Kind immer in einem Tragetuch umher, teilweise 24Stunden. Oft hörte ich, so würde ich mein Kind nur verwöhnen oder er solle so früh wie möglich alleine schlafen „lernen“.
Jedoch gehören wir Menschen, wie auch Affen zu dem Jungtyp „Tragling“, wir tragen unsere „Jungen“ auch nach der Geburt so lange bis sie dies selbst können. Für Kinder stellt es eine große Gefahr dar wenn die Mutter sich entfernt, hier werden die Urinstinkte geweckt und die kleinen fangen an zu schreien, damit sie nicht vergessen werden und somit ihr Überleben gesichert wird.IMG_3291
Für einen Hundewelpen ist es völlig normal mit seinen Geschwistern im „Nest“ zurück zu bleiben, wenn die Mutter jagen geht und das Futter besorgt. Sie sind wie Katzen auch der Jungtyp „Nesthocker“. Bei Pferden wiederum, die Fluchttiere sind, muss das neugeborene Fohlen sofort in der Lage sein der Mutter und der Herde zu folgen, um Raubtieren zu entkommen. Sie sind sogenannte „Platzflüchter“.
Ein Kind „wegzulegen“ und schreien zu lassen kam ganz stark in der NS-Zeit auf. Hier wurden Broschüren mit genauen Anweisungen an die Mütter herausgegeben. Leider sind die Inhalte dieser Broschüren, bis auf ihren faschistischen Inhalt, heute noch zu finden und leider die Grundlage vieler psychischer Spätfolgen in unserer Gesellschaft.
Bedauernswerterweise halten sich solche oft übermittelten Meinungen, die gar nicht unserer Natur oder die unserer Tiere entsprechen, sehr hartnäckig in den Köpfen der Menschen. Hier hilft ein Blick zum Ursprung und schon decken sich viele Irrtümer auf. Gerade in der Interaktion mit Lebewesen im allgemeinen lohnt sich eine gute Beobachtungsgabe.

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Tina Verfasst von:

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